Tariflicher Mindestlohn für Friseure und gesetzlicher Mindestlohn

Als Arbeitnehmer in Deutschland haben Sie Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, der im Jahr 2015 eingeführt und seitdem mehrfach nach oben angepasst wurde. Tarifliche Mindestlöhne für Friseure dürfen über, aber nicht unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Erklärt die jeweilige Landesregierung in Niedersachsen, Bayern oder einem anderen Bundesland den Tariflohn für verbindlich, gilt er für alle Friseurbetriebe des Landes.

Gesetzlicher Mindestlohn: Weniger darf es nie sein

Der gesetzliche Mindestlohn ist eine Untergrenze für Löhne und Gehälter in Deutschland. Sie ist nach Jahren der politischen Auseinandersetzung im Jahr 2015 eingeführt worden. Rechtsgrundlage ist das Gesetz zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns, üblicherweise abgekürzt als Mindestlohngesetz (MiLoG).

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für erwachsene Arbeitnehmer in Deutschland, kennt aber einige Ausnahmen. Wer sich zum Beispiel in der Ausbildung befindet oder an einer Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit teilnimmt, hat keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Arbeiten Sie hingegen als Friseur auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung, gilt der gesetzliche Mindestlohn auch für Sie.

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→ Neben den Tätigkeiten auf allen allgemeinen Rechtsgebieten liegen Tätigkeitsschwerpunkte in:

→ Wirtschaftsrecht/Arbeitsrecht (individuell und kollektiv)

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→ Arzthaftungs- und Rettungsdienstrecht

→ Schlichtung und Mediation

→ Vergaberecht und öff. Ausschreibungen

→ Familienrecht

→ Miet- u. Wohnungseigentumsrecht

→ Verkehrsrecht

→ und anderes mehr

Unser Team steht Ihnen jederzeit zur Verfügung…

Mit unseren Kooperationspartnern konnten wir darüberhinaus Spezialisten gewinnen

im Franchiserecht (RA Christian Prasse)

im Insolvenzrecht (RA Jörg Franzke)

Insoweit sind wir in der Lage, Sie gemeinsam mit unseren Partnern auch in diesen Spezialgebieten zu beraten, bzw. zu vertreten.

Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns

Der gesetzliche Mindestlohn betrug im Jahr 2015 zunächst 8,50 Euro pro Stunde und wurde seither dreimal angepasst. Zu Beginn des Jahres 2018 stieg er auf 8,84 Euro, zum Jahresanfang 2019 auf 9,19 Euro und zum Jahresanfang 2020 ist eine weitere Erhöhung auf 9,35 Euro bereits beschlossen.

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Tariflohn für Friseure

Ein Tariflohn oder tariflicher Mindestlohn wird in Deutschland nicht gesetzlich festgelegt, sondern zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern beziehungsweise deren Vertretern in Tarifverträgen ausgehandelt. Tarifverträge gelten für Angehörige bestimmter Berufsgruppen, zum Beispiel für Friseure. Wie der Name bereits sagt, stellt der tarifliche Mindestlohn keine Ober-, sondern eine Untergrenze dar. Zahlt das Friseurunternehmen mehr als den tariflichen Mindestlohn, spricht man von einer übertariflichen Bezahlung.

Erklären die Arbeitsminister der Länder den Tariflohn für allgemeinverbindlich, sind alle Friseurunternehmen innerhalb eines Landes verpflichtet, diesen Tariflohn zu zahlen. Der Tariflohn ist nicht für alle Friseure einheitlich, sondern unterscheidet nach Qualifikation. Zum Beispiel sieht er in Niedersachsen mit Stand vom Januar 2019 ein Einstiegsgehalt von 9,70 Euro vor. Friseure mit mindestens drei Jahren Beschäftigung haben Anspruch auf 11,70 pro Stunde. Besonders qualifizierte Friseure wie Master-Stylisten müssen nicht für weniger als 15,80 Euro pro Stunde arbeiten.

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Fragen zum tariflichen Mindestlohn für Friseure?

Sie sind selbst Friseur oder Friseurin und haben Fragen zum tariflichen Mindestlohn, vermuten ungerecht niedrig bezahlt zu werden oder haben andere arbeitsrechtliche Anliegen? Dann können Ihnen Rechtsanwalt Bernd Schäfer und Kollegen wertvolle Hilfe anbieten. Sie erreichen unser überörtliches Anwaltsbüro per Kontaktformular, Hotline oder E-Mail.

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