Mindestlohn Bürokauffrau

Der Gedanke hinter dem gesetzlich geregelten Mindestlohn ist, der Armut trotz (Vollzeit-)Beschäftigung entgegenzuwirken. Jede und jeder Erwerbstätige soll in der Lage sein, seinen Lebensunterhalt durch Arbeit eigenständig, ohne Zuschüsse oder staatliche Zuwendungen bestreiten zu können. Zudem ist der Mindestlohn für die Bürokauffrau ein wirksames Mittel für das in einigen Branchen etablierte Lohndumping.

Mindestlohn Bürokauffrau verhindert Erwerbsarmut

Lohndumping ist eine andere Bezeichnung für die Unterschreitung der tariflichen oder ortsüblichen Entlohnung, welche im Extremfall zur Existenzgefährdung der betroffenen Arbeitnehmer führt. Von Erwerbsarmut wird also immer dann gesprochen, wenn beispielsweise eine Bürokauffrau oder ein Bürokaufmann trotz Vollzeitjob von Armut bedroht oder faktisch bereits arm ist.

Mindestlohn für Bürokaufleute im Gesetz verankert

Die Regelungen zum Mindestlohn finden sich im Mindestlohngesetz wider. Bereits der § 1 der MiLoG sagt Folgendes: Jede(r) Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein Arbeitsentgelt durch den Arbeitgeber, welches mindestens der Höhe des Mindestlohnes entspricht.

Wie hoch ist der Mindestlohn für eine Bürokauffrau?

Seit Januar 2015 besteht in der Bundesrepublik Deutschland erstmals eine flächendeckende und branchenübergreifende Mindestlohnregelung. Seit 01. Januar 2018 muss diese gesetzliche Lohnuntergrenze, welche aktuell 9,35 EUR beträgt, von jedem Arbeitgeber ausnahmslos eingehalten werden. Die Kontrolle und Überwachung der Zahlung des gesetzlichen Mindestlohnes obliegt der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, welche der Zollverwaltung angehört.

Melde- und Dokumentationspflicht des Arbeitgebers

Wichtig für den Mindestlohn für eine Bürokauffrau, ganz gleich, in welcher Branche sie arbeitet, ist die erforderliche Aufzeichnung ihrer geleisteten Arbeitszeit. Ihr Arbeitgeber muss per Gesetz den Beginn, das Ende sowie die Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens bis zum Ablauf des siebten Tages nach der erbrachten Arbeitsleistung aufzeichnen. Zusätzlich hat er die Pflicht, diese Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre lang aufzubewahren.

Was passiert, wenn der Branchenmindestlohn über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt?

Der tariflich ausgehandelte und vertraglich festgeschriebene Branchenmindestlohn behält auch weiterhin seine Gültigkeit. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber den Branchenmindestlohn nicht mit Hinweis auf den gesetzlich festgelegten Mindestlohn kürzen darf. Allerdings stellt der Mindestlohn für die Bürokauffrau eine Lohnuntergrenze dar. Der Arbeitgeber kann und sollte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbstverständlich mehr zahlen. Andererseits darf der Tariflohn nicht unter dem Betrag des gesetzlichen Mindestlohnes liegen.

Mindestlohn für Bürokauffrau(en) und -männer könnte 2022 die 10 EUR-Marke überschreiten

Alle zwei Jahre gibt ein Gremium an die Bundesregierung einen Vorschlag über künftige Anpassungen des gesetzlichen Mindestlohnes ab. Die Entscheidung über die Höhe des zukünftigen Betrages orientiert sich an der allgemeinen wirtschaftlichen und tariflichen Entwicklung der letzten zwei Jahre. Konkret empfahl das 9-köpfige Gremium der Bundesregierung, den Mindestlohn bis Mitte 2022 in drei Stufen auf letztendlich 10,45 EUR anzuheben.

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Tariflicher Mindestlohn Bürokauffrau

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